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Jüdische Geschichte |
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Die kleine Judaica-Sammlung des Museums wurde 1997 der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie erinnert an die etwa 300 jüdischen Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die von den National-sozialisten vertrieben oder deportiert und ermordet wurden. Religiöse und weltliche Gegenstände aus dem 19. und 20. Jahrhundert, die mit der Geschichte oder der Kultur des Judentums in Zusammen-hang stehen, vermitteln einen vielfältigen Eindruck vom Leben der jüdischen Bürgerinnen und Bürger Offenburgs und veranschaulichen ihre Feste und Traditionen. Bis Spätsommer 2010 sind Teile der Sammlung auf der Empore des Museums ausgestellt. Veranstaltungen zum Europäischen Tag der Jüdischen Kultur (5. September 2010) und Kurse für Kinder werden begleitend angeboten. | | 

| Salmen Ein meditativer, in dunklen Blautönen gestalteter Raum im Salmen erinnert auf eine andere Art an die jüdische Gemeinde Offenburgs vor dem Holocaust. Zu sehen sind über 200 Fotografien von Offenburger Bürgerinnen und Bürgern. Sie gehörten der jüdischen Gemeinde an oder wurden als "Juden" verfolgt, umgebracht oder in den Tod getrieben. Gesprochene Zitate aus Briefen, Tagebüchern udn Akten erinnern an das jüdische Leben in Offenburg und an die Vorgänge um das Novemberpogrom von 1938. In einem Projekt mit Jugendlichen werden zur Zeit die Biografien dieser Menschen recherchiert. Sie sollen in einem Gedenkbuch zusammengefasst werden, das in der Ausstellung zu sehen sein wird. Führungen und museumspädagogische Kurse in der Judaica und im Salmen können unter Tel.: 0781-822460 oder museumspaedagogik@offenburg.de gebucht werden. | | 
| Mikwe (Judenbad) Das Judenbad befindet sich in der Glaserstrasse und ist über die Bäckergasse zugänglich. Bisher hatte man das Bauwerk ins späte 13. oder frühe 14. Jahrhundert datiert. Nach neueren baubiologischen Forschungen ist es möglicherweise erst Ende des 16. Jahrhunderts oder in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts entstanden. Zweifelsfrei ist diese jüngere Datierung nicht, solange es nur unzureichende Belege für eine jüdische Gemeinde in Offenburg um 1600 gibt. Auch die Restaurierung 2006 konnte keine Hinweise für eine genaue Datierung liefern. Das Tauchbecken der Offenburger Mikwe liegt 13 Meter tief unter der Erdoberfläche. Es war gefüllt mit Grund- und Regenwasser, das durch einen langen Schacht in das Becken gelangte. Eine gerade Treppe mit 44 Stufen führt die Besucher bis in das beeindruckende Zentrum des Ritualbades. In der Mikwe kamen die Juden rituellen Reinheitsvorschriften ihrer Religion nach. Nur lebendes Wasser (Quell- oder Regenwasser) durfte für die rituellen Waschungen verwendet werden. Das Bad musste mindestens 800 Liter fassen, damit die Gläubigen ganz darin untertauchen konnten. Man durfte es erst betreten, wenn man von Kopf bis Fuß vollkommen sauber war. Im Mittelalter und auch später gab es viele Vorschriften, wann man das Ritual in der Mikwe vollziehen mußte.
Führungen und museumspädagogische Kurse in der Mikwe sind möglich.
Schulklassen und Jugendgruppen können über die Museumspädagogik einen Termin vereinbaren (Tel.: 0781-822460 oder unter museumspaedagogik@offenburg.de), Erwachsene können sich an das Bürgerbüro unter Tel.: 0781 82-2000 wenden. | | 

| Jüdischer Friedhof Inmitten des Friedhofs am Waldbach befindet sich der gut erhaltene jüdische Friedhof. Mit der Neuanlage des Friedhofs 1871, erhielt auch die jüdische Gemeinde Offenburgs ein Areal auf dem Gelände, um dort ihre Toten zu bestatten. In der 1875 erbauten Friedhofskapelle wurde ein Raum eingerichtet, der der jüdischen Gemeinde für die Totenwache diente. Die ältesten Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof tragen noch hebräische und deutsche Inschriften und sind mit jüdischen Symbolen versehen. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts wurden jedoch zunehmend nur noch deutsche Grabinschriften angebracht und die Gestaltung der Grabsteine orientierte sich mehr und mehr an der allgemeinen Modeströmung. Auf den jüngeren Grabsteinen sind kaum noch jüdische Symbole zu finden. Alle hebräischen Inschriften sind erfasst und übersetzt worden. In Führungen wird sowohl ein umfassender Einblick in das jüdische Beerdigungsritual, als auch in die Geschichte und das Schicksal der jüdischen Gemeinde in Offenburg vermittelt.
Erwachsenengruppen können im Bürgerbüro Führungen buchen unter Tel. 0781-82 2000.
Führungen für Jugendliche ab 14 Jahren können unter 0781-82 2460 oder museumspaedagogik@offenburg.de gebucht werden. Männliche Besucher werden gebeten, den jüdischen Friedhof nur mit einer Kopfbedeckung zu betreten. | |
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