Gretel Haas-Gerber (1903-1998) lernte in ihrem langen Malerinnen-Leben alle malerischen Positionen des 20. Jahrhunderts kennen, blieb aber immer der figürlichen Malerei treu. Zu einem Bildthema, das sich durch ihr gesamtes Werk zieht, sind Frauen geworden. Gretel Haas-Gerber erweist sich als genaue Beobachterin der weiblichen Körper- und Seelenzustände, wie sie sich in der schwierigen Zone zwischen Fremd- und Selbstbestimmung zu bilden suchen. Diesem für die Künstlerin so wichtigen Bildthema ist die Ausstellung unter dem Titel „Frauenzimmer“ gewidmet. Der zwischen geschichtlich-kulturellem Ernst und Witz oszillierende Titel ist Programm: War im Mittelalter mit „Frauenzimmer“ ein Frauengemach, eine Frauenstube gemeint, so mischen sich im Laufe der Zeit leicht schräge, bis ins Despektierlich-Obszöne gehende Bedeutungen ein. In den Bildern von Gretel Haas-Gerber wird genau dieses Oszillieren sichtbar: Die gesellschaftliche Missachtung wird keineswegs geleugnet, sie wird vielmehr zu Ausgangspunkt eines Widerstandes in den ephemeren Formen von Grazie, Würde und Witz gemacht. „Die Hausfrauenbilder... kreisen um ein Thema: Die Arbeit von Frauen jenseits der anerkannten Erwerbsarbeit und die damit verbundenen Lebenssituationen.“ (Marianne Schuller)
Eintritt frei Begleitprogramm Führungen
So 28 Nov So 13 Mär jeweils 11 Uhr 4 € Kurs für Kinder Die Offenburger Malerin Gretel Haas-Gerber Mi 10 Nov 15 Uhr 4 €
Städtische Galerie Amand-Goegg-Straße 2, Kulturforum Tel. 0781. 822040 Fax 0781. 826040 galerie@offenburg.de www.museum-offenburg.de Öffnungszeiten Di, Do, Fr 13–17 Uhr Mi 13–20 Uhr Sa, So 11–17 Uhr Mo und am 23 Nov, 24/25/31 Dez, 1 Jan geschlossen
Eintritt frei
Die Ausstellung ist nur während der aktuellen Ausstellungen in der Städtischen Galerie geöffnet. |